| Zusammenfassung |
Der Bloom’schen Taxonomie haftet etwas Faszinierendes an. Sie ist sehr bekannt, erscheint vernünftig und doch weiss niemand so recht, wozu sie dient. Der Band rekonstruiert, wie die Taxonomie als ein Produkt des amerikanischen Pragmatismus entstand. Er stellt Leben und Werk ihres Schöpfers, Benjamin Bloom, vor. Er zeigt, wie Motivationspsychologie, Humankapitaltheorie und Europäisierung sowie bedeutende Pädagogen wie Heinrich Roth, Wolfgang Klafki und Hans Aebli der Taxonomie und mit ihr der Zielorientierung in der Pädagogik den Weg bereiteten. Die Taxonomie erscheint als Teil einer kontinuierlichen Curriculumevaluation und damit als Instrument, um didaktische Konzepte weiterzuentwickeln. Weiter wohin? Die Zielorientierung mündet in die Diskussion von Möglichkeiten und Grenzen einer auf Effektivität, Effizienz und Leistungssteigerung programmierten Bildungspolitik |