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Autor/Autorin   Hermann, Daniel Che. Filmemacher
Titel   Crystalscherben : ein Film über den Konsum von Crystal Meth / Projektleitung: Daniel Che Hermann
Impressum   Wuppertal : Medienprojekt Wuppertal, [2016]
Copyright   © 2016
Umfang   1 DVD-Video (61 min + 106 min Bonusmaterial)
Notiz   Bonusfilme: Zerfressene Leben: Interviews mit sieben Konsumenten von Crystal Meth (40 min) ; Ich kämpf mich zu euch zurück: Interviews mit drei crystalabhängigen Müttern (20 min) ; Interview mit Dipl. Psych. Thomas Klein-Isberner, Therapeutischer Leiter der Fontane-Klinik Motzen (16 min) ; Interview mit Silvia Kaubisch und Anne Leuder, Lilith e.V. Nürnberg zum Thema "Crystal und Frauen" (21 min) ; Interview mit Felix Domnick, Drug Stop e.V. Regensburg über die "Crystalhotline" (9 min)
Angaben zum System   DVD, PAL, Region 2
 
Bibliothek   FHS Bibliothek MS 6410 C957 DVD 
 
Zusammenfassung   Leistung, Perfektion, Multi-Tasking: Das Bedürfnis, ein Bilderbuchfamilienleben zu führen, Karriere zu machen und gleichzeitig dauerhaft gut gelaunt zu sein, ist groß. Wer das nicht schafft, hat das Gefühl, unfähig zu sein. Die scheinbare Lösung für ein perfektes Funktionieren: Crystal Meth. In der Dokumentation »Crystalscherben« werden von Methamphetamin abhängige Menschen in ihrem Umgang mit den Folgen des Drogenkonsums porträtiert. Crystal scheint ihr Leben »einfacher« und das eigene Ich »besser« zu machen. Es wirkt euphorisierend, hemmt das Schlafbedürfnis und das Hungergefühl, steigert den Tatendrang und führt dazu, dass alltägliche und mühsame Aufgaben mit Freude und Elan erledigt werden. Vom gestressten Workaholic über die überforderte Alleinerziehende bis hin zum rauschaffinen Partygänger zeigt der Film Menschen, die dachten, alles im Griff zu haben. Doch bereits nach kurzer Zeit befinden sie sich in einer Suchtspirale: Ohne die Droge fühlen sie sich unkonzentriert, müde, abgeschlagen und depressiv. Nur der erneute Konsum schafft schnelle Abhilfe. Der regelmäßige Missbrauch hat jedoch schwerwiegende Folgen: Die jungen Erwachsenen berichten von massiven psychischen Beeinträchtigungen wie Verfolgungswahn und Psychosen, dem Verlust des Führerscheins, dem Sorgerechtsentzug für die Kinder und dem Abrutschen in die (Beschaffungs-)Kriminalität. So unterschiedlich die Folgen für die Porträtierten sind, hegen sie doch alle den gleichen Wunsch: Das Lossagen von Crystal Meth. Der Film begleitet Betroffene während und nach der stationären Therapie, denn ohne professionelle Hilfe ist ein Wegkommen von der Droge kaum zu schaffen. Inwiefern das gelingt, zeigt sich jedoch erst, wenn sie den geschützten Rahmen der Klinik verlassen und ihren Alltag selbstständig meistern müssen. Schnell lernen die ProtagonistInnen: Die Voraussetzung für ein Leben ohne Crystal ist die Einsicht, dass es ein perfektes Leben nicht gibt.
Sprachenvermerk   Film in deutsch
Schlagwort   Drogenkonsum
  Metamfetamin
  Drogenabhängigkeit
  Abhängigkeit
  Droge
  DVD-Video
  Film
 
Systemnummer   000902473